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Müllaufkommen

Im Jahr 2008 sind in der Stadt Moskau 24,4 Millionen Tonnen Abfälle angefallen, davon waren 3,5 Millionen Tonnen feste Haushaltsabfälle.



In Moskau gibt es Mülltrennung und Verwertung von Sekundärrohstoffen aus Haushaltsabfällen derzeit nur in sehr eingeschränktem Maße. Nach offiziellen Angaben beträgt der verwertete Anteil ca. 2 Prozent. Der Moskauer Abfallwirtschaftsplan sieht einen stufenweisen Übergang zur industriellen Verwertung und Sortierung der festen Haushaltsabfälle vor. Der Plan umfasst neben der Verwertung auch die Entsorgung, die Deponierung und die Unschädlichmachung der Abfälle insbesondere durch Verbrennung, sowie die Rekultivierung und Sanierung der bestehenden Deponien.

Von den 3,5 Millionen Tonnen fester Haushaltsabfälle inkl. Sperrmüll wurden im Jahr 2008 2,7 Mio. Tonnen auf Deponien abgelagert und 784.000 Tonnen in den Moskauer Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Fast die Hälfte davon – 360.000 Tonnen – wurden in der von der EVN errichteten und seit Ende 2007 betriebenen Müllverbrennungsanlage MSZ 3 thermisch verwertet.

Derzeit haben nur 22 von 188 Deponien in der Moskauer Region Lizenzen für die Abfallannahme, die Fläche der Deponien beträgt in Summe 860 Hektar. Die Kapazität dieser Deponien ist bereits zu 80 Prozent erschöpft, sodass nur mehr für wenige Jahre freie Deponienflächen zur Verfügung stehen. Die Verordnung der Moskauer Stadtregierung Nr. 313-ПП vom 22. April 2008 legt fest, dass bis zum Jahr 2015 nur mehr 27% bis 37% der Haushaltsabfälle deponiert werden dürfen. Zudem fordert der höchste Umweltschutzrat Russlands die möglichst rasche Umsetzung einer ökologischen Abfallverwertung mit möglichst geringem Flächenbedarf.